app-switcharrow-big-downarrow-big-uparrow-paginatorarrow-big-downSchließendownloadfacebookinstagramlink-arrowlocationmailMenüminusplussharetwitteryoutube
Kopfbereich
Inhaltsbereich

Zukunft

close

Vieles kommt jetzt mit großer Geschwindigkeit auf uns zu – auf Deutschland, auf Europa, auf die ganze Welt. Ob es etwa die Klimakrise ist oder die Herausforderung durch die Migration. Und auch unser Konzept von Demokratie gerät auf einmal unter Druck.

Das heißt doch: Wir müssen gemeinsam Lösungen finden. Und wir müssen sie schneller finden, als uns das zuletzt gelungen ist.

Das Thema Umwelt wird uns in Zukunft ganz anders herausfordern als bisher. Und da meine ich nicht nur die Klimakrise. Es geht mir auch um die Artenvielfalt, die wir brauchen, wenn wir nicht demnächst Obstbäume mit der Hand bestäuben wollen, wie es in China schon der Fall ist. Es geht mir um den Schutz des Wassers und der Böden. Denn in immer mehr Regionen bekommen wir ein Problem mit dem Wasser, und wir müssen Strategien gegen die Knappheit entwickeln.

Auch, dass wir in Europa jährlich an die 40 Milliarden Euro für Agrarsubventionen ausgeben, ist doch ein Anachronismus! Wir subventionieren mit wahnsinnigen Summen eine Anbauweise, die die Böden kaputtmacht, das Grundwasser belastet, die Insekten vernichtet – und in der Folge auch Vogelarten ausrottet.

Diese Form von Agrarsubventionen ist nicht mehr zeitgemäß und da müssen wir ran.

Und wir müssen uns dem Thema Bildung anders zuwenden, als wir das bisher getan haben. Wir haben in ganz Europa keine Ressourcen außer der Kohle und unseren Köpfen. Aber die Zeit der Kohle geht zu Ende.

Also müssen wir doch die andere Ressource besser nutzen. Und das muss europaweit passieren.

Foto: Katarina Barley im Gespräch mit Jugendlichen
photothek

Warum gründen wir nicht europäische Hochschulen mit anerkannten Abschlüssen und gegenseitigen Austauschprogrammen und fangen mit je einer Hochschule in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien an?

Und warum statten wir diese Universitäten nicht mit Fakultäten aus, die sich vor allem mit Zukunftsthemen befassen: mit Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung, mit Mobilität der Zukunft, mit Klimawissenschaften, mit modernen Werkstoffen?

Warum bauen wir nicht Erasmus aus, das Austauschprogramm für Studierende? Ich möchte, dass jeder junge Mensch eine Zeit seiner Ausbildung im Ausland verbingen kann – sei es in Schule, Ausbildung oder Studium.

Ein Wissens- und Erfahrungstransfer in allen Richtungen.

Eines ist klar: Wir bekommen die großen Herausforderungen nur gelöst, wenn wir zusammenhalten. Wir werden es nicht schaffen, wenn wir – wie damit das Vereinigte Königreich – nicht auf Zusammenhalt und Solidarität setzen.

Ja, Europa ist nicht perfekt, es gibt eine Menge Dinge besser zu machen.

Wir müssen häufiger zu Mehrheitsentscheidungen kommen, wir müssen die Kommunen, ihr Potenzial und ihre oft vorhandene Bereitschaft zur Solidarität mehr einbinden.

Ich will den Fortschritt. Vorangehen mit allen, die auch mutig sind und Europa weiterentwickeln wollen. Das Tempo bestimmen wir gemeinsam – und nicht einzelne, die den Stillstand oder Rückschritt wollen.

Wenn wir das Klein-Klein des Nationalstaats überwinden, lösen wir die großen Aufgaben unserer Zeit. Und vertreten erfolgreich unsere gemeinsamen Interessen und Werte – auch gegen Supermächte wie China, Russland oder den USA.